Margit Fischer

Sozioökonomin, Aktivistin für Ernährungs- und Landsouveränität

Es waren Erlebnisse in entfernten Erdwinkeln, die mich zum Thema Eigentum an Grund und Boden brachten. Alle haben sie mit Landwirtschaft zu tun, angefangen von brasilianischen Landlosen des Movimento dos sem terra bis zu indischen Kleinbauern. Immer mehr Menschen wird der Zugang zu Land verwehrt, das kurzfristigen Profitinteressen dienen muss. Aber die Frage, wer wie unsere Lebensmittel produziert, hat ganz konkret mit dem Zugang zu Land zu tun. Die Antwort darauf sagt viel über die Strukturen einer Gesellschaft aus.

Dass die Zentralisierung der Lebensmittelproduktion und –verteilung in den letzten Jahrzehnten stärker zugenommen hat, liegt auch an der Konzentration von Land in den Händen weniger. Der verantwortungslose Umgang mit der kostbaren Ressource Boden ist auf eine individualistische und willkürliche Auslegung des Eigentumsbegriffs zurückzuführen. Deshalb ist es wichtig, den sozialen Aspekt von Grundeigentum wieder ans Licht zu bringen.

Mit RASENNA kann es gelingen, eine Diskussion darüber anzustoßen und ein praktisches Beispiel vorzuleben. RASENNA soll wachsen und gedeihen und viele Mitwirkende finden, um einen anderen Umgang mit Grund und Boden vorzuleben.