Was ist Pacht und wie funktioniert ein Pachtvertrag?

Pacht ist die Überlassung einer Erwerbsgelegenheit (Pachtobjekt) gegen Entgelt, insbesondere die entgeltliche Überlassung eines land- oder forstwirtschaftlichen Grundstückes oder Betriebes. Das laufende (z.B. monatliche, jährliche) Entgelt für diese Überlassung wird als Pachtzins bezeichnet.

Pacht ist so wie Miete ein sogenanntes Bestandsverhältnis, es gibt aber einen wesentlichen Unterschied:

  • Miete liegt vor, wenn sich die in Bestand gegebene Sache ohne weitere Bearbeitung gebrauchen lässt (z.B. Wohnung, Büro);
  • Pacht, wenn sie nur durch Fleiß und Mühe benützt werden kann (z.B. landwirtschaftliche Fläche, Betrieb).

Die PächterIn verpflichtet sich normalerweise neben der Zahlung des Pachtzinses auch zur ordnungsgemäßen Bewirtschaftung und zum Durchführen notwendiger Erhaltungs- und Ausbesserungsarbeiten auf eigene Kosten.

Pachtverträge können auf unbestimmte Zeit abgeschlossen werden. Kündigungsbestimmungen und andere Vereinbarungen, z.B. über die Nutzung, können im Pachtvertrag festgelegt werden. Pachtverträge unterliegen den Bestimmungen des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB).

Üblicherweise wird vereinbart, dass die VerpächterIn den Pachtvertrag kündigen kann, wenn die PächterIn erheblich nachteiligen Gebrauch vom Pachtobjekt nimmt oder wenn ein qualifizierter Pachtrückstand besteht (d.h. dass der Pächter trotz vorheriger Mahnung die Pacht zum nächsten Termin nicht vollständig bezahlt hat).